Psychotherapie Wien & Bruck an der Leitha                                                                                                                www.kurt-halter.at      

Traumatherapie

Wenn ein Mensch in eine ihn traumatisierende Situation kommt, also eine Situation, in der ihm, bildlich gesprochen, der Boden unter den Füssen weggezogen wird, dann aktiviert er reflexartig ganz viel Energie - um entweder zu kämpfen oder um zu flüchten ("fight- or flightreflex").

Wie entsteht ein Trauma?

Da reagiert einer der älteren Teile unseres Gehirns das Stammhirn oder auch Reptiliengehirn. Wenn die Situation kein Kämpfen oder Flüchten zulässt wird nochmals so viel Energie aktiviert um die bereits aktivierte Energie still zu stellen. Man nennt das den Totstellreflex ("freezing"), was zur Folge hat, dass wir oder das Tier nichts mehr spüren oder leiden müssen.

Sollte dem Tier kein Leid zugefügt worden sein dann hat es Gegenmechanismen diese hohe Energieladung, die nun im Körper ist wieder abzubauen. Wir Menschen machen das meist nur unvollständig. Dies ist offensichtlich der Preis für die Komplexität unseres Gehirns mit unserem Gefühls- und Denkhirn. Das heißt in uns kann eine, im Alarmzustand bereit gestellte Überlebensenergie vom vegetativen Nervensystem nur verzögert oder unvollständig abgebaut werden.

Körper im dauerhaften Alarmzustand

Es bleibt eine dauerhafte Alarmbereitschaft ("hyperarousal") bestehen. Dies wird als Anspannung, Unruhe, "neben sich stehen" und permanente Angst erlebt. Das Erleben in der Gegenwart ist mit den Gedanken, Gefühlen und Empfindungen der traumatisierenden Ereignisse aus der Vergangenheit gekoppelt. Dem Gehirn fällt es in diesen Zustand schwer neue Eindrücke gut zu bewerten. Zureden oder darauf hinweisen, dass etwas nun schon lange vorbei ist geht an dem betroffenen Menschen daher vorüber. Schwer traumatisierte Menschen können dadurch zusätzlich das Gefühl der sozialen Bindung zu nahstehenden Personen verlieren.

All das was hier beschreiben wird sind relativ neue Erkenntnisse. Oft erlebe ich, dass diese in der medizinischen, manchmal auch in der psychotherapeutischen Fachwelt noch nicht angekommen sind. Viel zu schnell werden Menschen, die, in solch einer Situation stecken, starke Medikamente verabreicht oder werden therapeutisch einseitig behandelt, zum Beispiel nur durch Gespräch.

Wie heilt ein Trauma durch Traumatherapie?

Traumatisierend sind nicht nur massive Ereignisse wie Katastrophen und Gewalterfahrungen, sondern kann jedes Ereignis sein, das als überwältigend erlebt wird! Dazu gehören auch viele oft als alltäglich angesehene Ereignisse, die nicht beachtet werden, z.B. Unfälle, Operationen, Krankenhausaufenthalte als Kind, die eigene Geburt u.a..

Die somatische, oder körperorientierte Traumatherapie, die ich gelernt habe (Dr. Lisa Haberkorn, Wien), heilt das Trauma an seiner neurobiologischen Wurzel. Sie unterstützt den traumatisierten Organismus dabei, den steckengebliebenen Überlebensprozess zu Ende zu führen, damit sich das Hyperarousal und die Starre im Körper lösen können. Auf Bewusstseinsebene bedeutet das, dass damit die Fixierung auf das traumatische Ereignis in den Hintergrund sickern kann. Dies geschieht umso einfacher bei singulären Traumata und wenn eine Behandlung rasch aufgenommen wird.

Brainspotting

Eine weitere Herangehensweise mit der ich arbeite ist Brainspotting. Dies ist ein traumatherapeutisches Verfahren, das in den letzten zehn Jahren von David Grand, USA, entwickelt wurde und aus dem EMDR kommt. Durch bestimmte Blickstellungen der Augen kann ein Zugang zu traumatischen Erfahrung geschaffen werden. Durch eine weitere Aufmerksamkeitsfokussierung kann ein Verarbeitungsprozess auf somatischer und emotionaler Ebene angeregt und begleitet werden.



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